

EnaTex: Abschluss des Projekts
Die Textilindustrie trägt bis zu 10 Prozent zu den globalen CO2-Emissionen bei. Das Projekt EnaTex entwickelte während der vierjährigen Projektlaufzeit Wege, um die Textilbranche in Indonesien klimaschonender zu machen. Fokus war der Bereich der Nass- und Trockenveredelung von Textilen Dieser Prozess, der Vorbehandlung, Färbung und Ausstattung umfasst, hat den höchsten Energieeinsatz entlang der Produktionskette.
Durch Forschung und Innovation konnten über 40 Prozent Energieeinsparung durch Maßnahmen bei der sowie in der Energiebereitstellung- und Nutzung erreicht werden. Im Fokus standen auf Seite der Textilmaschinen das sogenannte Minimalauftragungsverfahren und das Ultraschallverfahren. Das Minimalauftragungsverfahren nutzt minimale Chemikalienmengen für Textilien, was den Energieverbrauch des Trocknungsprozesses erheblich verringert. Mittels des Ultraschallverfahrens können Stoffe effizienter gereinigt und gefärbt werden, sodass Wasser und Energie eingespart und der Braunkohleverbrauch verringert werden können.
Im Bereich der Energiebereitstellung konnten durch Optimierung der Erzeugung von Dampf und Hochtemperatur Thermal-ölen bis zu 20 Prozent eingespart werden. Hierbei wurde insbesondere die Digitalisierung und Automatisierung der vorhandenen Feuerungstechnik als Maßnahmen identifiziert. Weitere Arbeiten untersuchten die Substitution fossiler Energieträger durch Wind, Sonne und Reststoffbiomassen. Hierbei wurden Konzepte entwickelt und im Rahmen der Abschlusskonferenz präsentiert.
Wie diese Ergebnisse in der Praxis verstetigt werden, war nun Thema der Abschlussveranstaltung. Die beiden Unternehmenspartner des EnaTex-Projekts (SriTex aus Surakarta und Harapan Kurnia aus Bandung) berücksichtigen einige der Ansätze bereits mit Erfolg, indem sie beispielsweise Maßnahmen der Arbeitssicherheit, innovative Färbestoffe und optimierte Betriebsweisen implementiert haben.
Anlässlich des Projektendes wird der umfassende Innovationsansatz des Projekts im aktuellen FONA-Newsletter ausführlich beleuchtet. Den Beitrag finden Sie hier.
Für weitere Informationen zum Projekt besuchen Sie die Projektwebseite.